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„Gratulationen, Kekse und Cyberwar“ - ein Rückblick auf das 5. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt

Pressemitteilung   •   Nov 05, 2015 15:35 CET

Am 04.11.2015 fand im Fraunhofer CSP in Halle das 5. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt statt. Über 80 Gäste konnten sich in Fachvorträgen und an Messeständen rund um das Thema „IT als ein Schlüssel für Energieeffizienz“ informieren und wertvolle Kontakte knüpfen. Das Vortragsprogramm war in zwei Teile gegliedert: der erste Teil beschäftigte sich mit dem Thema Energieeffizienz und Energiemanagementsoftware in produzierenden Unternehmen. Der zweite Teil ging dann speziell auf das Problem der IT-Sicherheit bei wachsender Digitalisierung ein.

DIE ERÖFFNUNG

Die Veranstaltung wurde durch den Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt, Marko Mühlstein, und den Geschäftsführer des Clusters Informationstechnologie Mitteldeutschland, Andreas Vierling, eröffnet. Danach lauschten die Gäste gespannt den exklusiven Einblicken und spannenden Anekdoten der Redner. So erklärte Jens Lockenvitz vom Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt, dass wir uns alle gratulieren können: „Wir sind top!“. Der Grund: in Deutschland ging der Stromverbrauch in den letzten vier Jahren stetig zurück, in anderen Ländern steigt er dagegen meist noch. Susann Bollmann von der DENEFF bezeichnete Energieeffizienz als den „ökonomischen, ökologischen und sozialen Imperativ des 21. Jahrhunderts“ und betonte, dass Energieeffizienz aber nicht von allein funktioniert.

FACHPROGRAMM TEIL I

Heike Diebler von der ccc software gmbh eröffnete den ersten Teil des Fachprogramms. Sie erläuterte wie Energiemanagementsoftware zu optimierten Fertigungsprozessen beiträgt. Diebler fragte das Publikum, wer denn wisse, ob die Produktion eines American Cookie oder eines Soft Cake mehr Energie verbrauche. „Ich weiß nur, welcher mehr Energie enthält“ war die Antwort aus dem Publikum, sie erntete Gelächter und Beifall. Thomas Schedl von der sempact erklärte danach, dass es in Deutschland sogar ein Einsparpotenzial von 20% des Energieverbrauchs nur durch Energieeffizienz gibt. Würde man dieses ausschöpfen, könnten nach seiner Aussage alle Kernkraftwerke im Land abgeschaltet werden.

FACHPROGRAMM TEIL II

Im Fokus des zweiten Teils des Fachprogramms standen Sicherheitsaspekte bei verstärkter Digitalisierung. Andreas Hoch vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt überraschte einige Zuhörer mit dem Fakt, dass es in Deutschland ca. 3 – 5 qualifizierte Cyberangriffe am Tag gebe, das macht etwa 1000 im Jahr. Er bezeichnete das Ganze als „Cyberwar at its best“ und nannte einige Beispiele mit kryptischen Namen wie Putter Panda oder Energetic Bear. Jürgen Claus von der GISA GmbH sprach danach über Cloud-Ansätze beim Austausch und bei der Speicherung von Energiedaten und die Idee einer zentralen Energiedatenbank. Sein Fazit: Aktuell gibt es in Deutschland noch keine solche Cloud, aber „viele kleine Wölkchen“. Am Ende erläuterte Andreas Liefeith von der procilon GROUP wichtige Aspekte zur Informationssicherheit in Unternehmen und betonte, wie wichtig es ist, besonders die Mitarbeiter im eigenen Unternehmen dafür zu sensibilisieren.

Das gesamte Programm bot seinen Zuhörern mit verschiedenen ineinandergreifenden Vorträgen einen ganzheitlichen Überblick über das Thema „IT als ein Schlüssel für Energieeffizienz“. Am Ende konnten dann alle Gäste noch an einer Führung durch das Fraunhofer CSP teilnehmen und bei einem Get Together die Veranstaltung ausklingen lassen.

Zur Veranstaltung:

Das ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt ist bereits seit Längerem als Event für energieeffizientes Wirtschaften etabliert. Dieses Jahr wurde es erstmals gemeinsam von der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt LENA und vom Cluster IT Mitteldeutschland veranstaltet. Das Forum richtete sich an Vertreter mittelständischer Unternehmen, regionale und überregionale Institutionen sowie alle Interessierten. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Jens Heinrich, Geschäftsführer der ccc software gmbh und Leiter des Arbeitskreises „Energieeffizienz“ des Clusters IT Mitteldeutschland.

Fotos: © Bettina Koch

Redaktion: Laura Hörschelmann

ccc wurde 1990 gegründet und steht seitdem für die erfolgreiche Umsetzung von IT-Lösungen zur Fertigungsoptimierung. Branchenschwerpunkte sind die metallverarbeitende Industrie und Werke der glasverarbeitenden Industrie sowie Automobilzulieferer, kunststoffverarbeitenden Industrie, Lebensmittel- und Textilhersteller. Die Lösungen optimieren das Fertigungsmanagement und schließen die informationstechnische Lücke in der Produktion zwischen der Unternehmensleitebene und der Automatisierungsebene.

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